🧾 Coach-Funktion: Die Belegpflicht

Deine KI schreibt „seit über 30 Jahren". Stimmt das?

Sprachmodelle füllen Lücken, statt sie offen zu lassen. Der Coach vergleicht jede überprüfbare Angabe mit deinen Quellen und sagt dir vorher, was nicht gedeckt ist.

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Der teuerste Satz ist der, den niemand geprüft hat

Gründungsjahr, Mitarbeiterzahl, Zertifikate, Lieferzeiten, Bewertungen: Genau die Angaben, die einen Text glaubwürdig machen, sind die, die ein Sprachmodell am zuverlässigsten erfindet. Es lügt nicht, es ergänzt das Wahrscheinliche. Auf der eigenen Website ist das Wahrscheinliche aber nicht gut genug.

Das Tückische ist die Unauffälligkeit. Ein erfundenes Zertifikat sieht aus wie ein echtes. Es fällt niemandem auf, der den Betrieb nicht kennt, und es steht unter deinem Namen, nicht unter dem der KI.

Wir wissen das nicht aus einem Fachartikel. Unsere eigene KI hat auf der Website eines Kunden Verfügbarkeiten, Rückgaberegelungen und Kundenbewertungen erzeugt, die es nie gegeben hat, darunter eine Sterne-Wertung aus Rezensionen, die nie jemand geschrieben hat. 110 Tage stand das online, bevor es auffiel. Aus diesem Tag stammt alles, was auf dieser Seite steht.

So prüft dein Coach jede Angabe

Der Coach sammelt zuerst die überprüfbaren Angaben aus dem Text, also alles, was wahr oder falsch sein kann: Zahlen, Normen, Typenbezeichnungen, Zeiträume. Danach vergleicht er jede einzelne mit deinen hinterlegten Quellen, etwa deinem Markenprofil oder einem Datenblatt. Nicht das Sprachmodell entscheidet darüber, sondern der Code: Ein Modell, das eine Angabe selbst erfunden hat, bestätigt sie beim Nachfragen bereitwillig.

Vom Fund zur Umsetzung in 4 Schritten

Schritt 1

Quelle hinterlegen

Dein Markenprofil zählt automatisch. Für einzelne Texte kannst du ein Datenblatt, eine Herstellerseite oder den Wortlaut nachreichen. Ohne Quelle sagt der Coach ausdrücklich, dass er nicht prüfen konnte, statt Entwarnung zu geben.

Schritt 2

Ergebnis in drei Zuständen

Nach jeder Prüfung steht da, was Sache ist: nicht geprüft, gedeckt, oder Lücken gefunden. Bei Lücken siehst du jede betroffene Angabe im Wortlaut, samt der Frage, in welcher Quelle sie steht.

Schritt 3

Zusagen erkennen

Der Coach meldet Formulierungen, die rechtlich mehr bedeuten, als sie meinen. „Wir garantieren Ihnen" ist in Deutschland eine eigenständige Einstandspflicht, auch wenn es als Floskel gemeint war.

Schritt 4

Erst dann veröffentlichen

Nichts geht ungefragt auf deine Website. Der Text wandert erst nach deiner Freigabe nach WordPress, und du siehst vorher, worauf du dein Ja gibst.

110 Tage

stand eine erfundene Bewertung live

auf der Seite eines echten Kunden, erzeugt von unserer eigenen KI. Danach entstand die Prüfung, die es heute verhindert

Häufige Fragen

Erfindet KI wirklich Fakten über mein Unternehmen?

Ja, und zwar besonders dort, wo Text ohne die Angabe unfertig klingt. Typisch sind Gründungsjahr und Firmenalter, Mitarbeiterzahlen, Zertifikate und Normen, Auszeichnungen, Referenzkunden, Preise, Liefer- und Garantiezeiten, Verfügbarkeiten, Kundenstimmen und technische Kennwerte. Ein Sprachmodell kennt deinen Betrieb nicht, es kennt nur, wie Sätze über Betriebe üblicherweise weitergehen.

Kann eine KI nicht einfach ihre eigenen Texte prüfen?

Nur begrenzt. Ein Modell, das eine Angabe selbst erzeugt hat, hält sie beim Nachfragen für richtig und bestätigt sie. Deshalb sammelt bei uns der Code die Angaben ein und vergleicht sie mit den hinterlegten Quellen. Das Modell bekommt nur das fertige Ergebnis zu sehen, es entscheidet nicht darüber.

Was passiert, wenn ich keine Quelle hinterlegt habe?

Dann steht genau das im Ergebnis: nicht geprüft, weil keine Quelle vorliegt. Das ist bewusst ein eigener Zustand und keine stille Entwarnung. Ohne Quelle wüsste niemand, ob eine Angabe falsch oder nur unbekannt ist, und ein Häkchen an dieser Stelle wäre eine Lüge über die eigene Prüfung.

Gilt das auch für die FAQ und die strukturierten Daten?

Ja. Gerade dort ist das Risiko hoch, weil Preise, Verfügbarkeiten und Bewertungen als Schema-Felder direkt in den Quellcode gehen und von Google übernommen werden. Felder ohne Beleg werden vor dem Einbau entfernt, statt sie mit einem plausiblen Wert zu füllen.

Bin ich für einen erfundenen Satz auf meiner Website verantwortlich?

Der Text erscheint unter deinem Namen, also solltest du wissen, was darin steht. Genau dafür ist diese Prüfung da: Sie zeigt dir vor der Veröffentlichung, welche Angaben ungedeckt sind, damit du entscheiden kannst. Eine rechtliche Einschätzung für deinen Einzelfall kann und will der Coach nicht ersetzen.

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